Einleitung
Überall dort, wo in der Entladeanlage eines Feldbinder-Silozugs zwei unterschiedliche Storz-Kupplungsgrößen aufeinandertreffen, kommt eine Reduktion zum Einsatz — ein Übergangsstück von einer Nennweite zur anderen. Eine solche Reduktion ist dem unbeabsichtigten Öffnen genauso ausgesetzt wie eine Standard-Kupplung, oft sogar stärker, da hier Elemente unterschiedlicher Masse und Geometrie verbunden werden. In EUT-Fahrzeugen (liegender Behälter) und KIP-Fahrzeugen (kippbarer Silo) arbeiten diese Verbindungen unter Betriebsdruck, Vibrationen und dynamischen Belastungen während der Fahrt.
Die Storz-Reduktionsschelle ist die verstärkte Ausführung der Sicherungsschelle — mit Metallkeilsicherung, stabiler als das klassische Stahlband mit Gummieinlage. Sie wird eingesetzt, wo eine besonders zuverlässige Verbindungssicherung gefragt ist: an Reduktionen sowie an Kupplungen unter erschwerten Bedingungen. Aus Sicht des Feldbinder-Service ist sie ein Element, das die Zuverlässigkeit der gesamten Entladeanlage erhöht — vor allem beim EUT, wo die Entladung vollständig pneumatisch erfolgt und jedes unbeabsichtigte Öffnen den Zyklus unterbricht.
PHS Magnum in Chorula bei Oppeln führt ein Lager verstärkter Sicherungsschellen in zwei Ausführungen, ausgewählt nach Art der Storz-Verbindung.
Eigenschaften und Materialien
Sicherungsschellen für Storz-Kupplungen und Storz-Reduktionen in zwei Ausführungen:
| Ausführung | Material | Merkmal |
|---|---|---|
| Standard | lackierter Stahl | verstärkte Sicherung, Metallkeilsicherung |
| Verstärkt | verzinkter Stahl | verstärkte Sicherung, Metallkeilsicherung |
Beide Ausführungen sind mit Metallkeilen ausgestattet, die die Verbindungssicherheit gegenüber klassischen Bandschellen mit Gummieinlage deutlich erhöhen. Verzinkter Stahl bietet zusätzlichen Korrosionsschutz unter Straßenbedingungen.
Abmessungen und Typen
Reduktionsschellen werden nach Art der Storz-Verbindung ausgewählt, die die entsprechende Bandbreite (mm) bestimmt:
| Storz-Verbindungsart | Bandbreite (mm) |
|---|---|
| C (52) + C (52) | 43 |
| B (75) + C (52) | 41,5 |
| B (75) + B (75) | 44 |
| A (110) + B (75) | 42 |
| A (110) + A (110) | 52 |
Das Sortiment deckt die in Entladeanlagen von Feldbinder-Silozügen vorkommenden Kupplungen und Reduktionen ab. Die konkrete Bandbreite wird anhand der vorhandenen Anschlüsse und Reduktionen am jeweiligen Fahrzeug ermittelt.
Kompatibilität mit Feldbinder-Silozügen (EUT/KIP)
- EUT — sichert Kupplungen und Reduktionen in der pneumatischen Entladeanlage. Verstärkte Ausführung empfohlen, wo die Verbindungen intensiv beansprucht werden.
- KIP — dieselben Storz-Kupplungen und Reduktionen bei der druckunterstützten Entladung mit gekipptem Behälter.
Die Schelle sichert die Storz-Verbindung bzw. Reduktion, sodass die Auswahl nach Art der Verbindung erfolgt — unabhängig vom Feldbinder-Fahrzeugtyp.
Warum die verstärkte Ausführung
Eine Storz-Reduktion ist konstruktionsbedingt eine „asymmetrische" Verbindung — sie verbindet zwei unterschiedliche Nenndurchmesser, also zwei Elemente unterschiedlicher Masse und Geometrie. Unter Druck und Vibrationen wird eine solche Verbindung ungleichmäßig belastet und löst sich leichter als eine Kupplung gleicher Nennweite. Deshalb setzt man bei Reduktionen sowie bei Kupplungen unter erschwerten Betriebsbedingungen auf die verstärkte Sicherungsschelle mit Metallkeil statt auf die klassische Bandschelle mit Gummieinlage.
Bei Feldbinder-Silozügen ergibt sich daraus ein konkreter Vorteil:
- Zuverlässigere Verriegelung — Metallkeile halten die Verbindung formschlüssiger und reduzieren das Risiko eines unbeabsichtigten Öffnens der Reduktion während der Entladung.
- Ausführungswahl nach Einsatzbedingungen — die Standardausführung (lackierter Stahl) bewährt sich unter moderaten Bedingungen; die verstärkte Ausführung (verzinkter Stahl) ist widerstandsfähiger gegenüber Streusalz und Feuchtigkeit.
Bei der Auswahl der Reduktionsschelle orientiert man sich an Art und Bandbreite der Storz-Verbindung — damit die Sicherung präzise zur jeweiligen Reduktion am Fahrzeug passt.
Häufige Probleme
- Ungesicherte Reduktion — häufigste Ursache für das Aufspringen von Übergängen zwischen Nenndurchmessern unter Druck.
- Abgenutzte Metallkeile — bei stark beanspruchten Schellen lässt die Verriegelungswirkung nach; Austausch der gesamten Schelle erforderlich.
- Korrosion der Lackierung — bei der Standardausführung ist der Lacküberzug weniger dauerhaft als Zink; unter anspruchsvollen Bedingungen empfiehlt sich die verzinkte Ausführung.
- Falsche Bandbreite — die Schelle fasst die Verbindung nicht sicher; Auswahl nach Art der Storz-Verbindung vornehmen.
Verfügbarkeit und Lieferung
Verstärkte Sicherungsschellen lagern wir in Chorula bei Oppeln (4 km von der A4, ca. 180 km von der deutschen Grenze). Beide Ausführungen für gängige Verbindungsarten in der Regel ab Lager lieferbar.
Versand per Kurier innerhalb Polens und der EU; Sammelbestellungen mit weiterem Storz-Zubehör möglich. Für Beratung zur Auswahl und zur Bestellung: Preis auf Anfrage.
Verwandte Kategorien
- Storz-Sicherungsschellen — klassische Schellen aus Stahlband mit Gummieinlage.
- Gummihammer und Storz-Schlüssel — Kupplungsschlüssel und Gummihammer zum Abklopfen des Silos.
- Feldbinder EUT Ersatzteile — vollständiges Sortiment für den liegenden Silozug.
- Feldbinder KIP Ersatzteile — Hydraulik und Dichtungen für den kippbaren Silo.
- Siehe auch: Ersatzteil-Übersicht, Silozug-Service PHS Magnum.
Weitere Informationen: Diese Kategorie im Gesamtkatalog des PHS-Magnum-Netzwerks (alle Marken) →
Autor: Aleksy Pasternak — Managing Partner PHS Magnum, 20 Jahre Branchenerfahrung, interner Auditor ISO 9001:2015 (DEKRA).

